SammlungHUEBNER

DIE FAMILIENSAMMLUNG: KUNST, KULTUR & WISSEN[SCHAFT]

Ulrich Hübner, Maler

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* 17. Juni 1872 in Berlin
† 29. April 1932 in Neubabelsberg


Deutscher Maler des Impressionismus.

ELTERN:
Emil Hübner (1834 – 1902) Philologe und Epigraphiker
Marie Hübner, geb. Droysen (1839 – 1896)

GROSSELTERN:
Julius Hübner (1806 – 1882) Maler, Direktor Dresdner Gemäldegalerie
Pauline Hübner, geb. Bendemann (1809 – 1895) Schwester von Eduard Bendemann

GESCHWISTER:
Rudolf Hübner (1864 – 1945) Rechtshistoriker
Marie Hübner (1867 – 1945) – verh. mit Paul Matthias (1856 – 1913) Generalleutnant
Heinrich Hübner (1869 – 1945) Maler


(KÜNSTLERISCHER) WERDEGANG:

1891 Abitur, Wilhelmsgymnasium, Berlin

1891/2 Militärdienst b. II. Garderegiment

1892 Kunstakademie Karlsruhe. Studium bei den modernen Landschaftsmalern Robert Poetzelberger, Gustav Schönleber und Carlos Grethe u.a.

1895 München, Studium an der Malschule von Friedrich Fehr

1897 Italienreise (Venedig, Verona)

1898 Übersiedlung nach Berlin

1899 Mitglied der Berliner Secession (1906-1907 deren Vorstand)

1899 – 1906 Malschule Verein der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen, Lehrer der Landschaftsklasse

Ab 1901 regelmäßige Sommerbesuche von Travemünde, Lübeck, Rostock, Warnemünde, Hamburg, wo insbesondere viele Hafenbilder entstanden

1905 Preisträger der Villa Romana, Florenz (Erster Stipentiat überhaupt)

Mitgliedschaft im Deutschen Künstlerbund

1905 Einer der Preisträger im Preisausschreiben um Reklameentwürfe für Gemeinschaftswerbung von Ludwig Stollwerck und Otto Henkell.

1906 Partnerschaft mit der verwitweten Irma (Meta Hertha Irmgard Mac Lachlan, geb. Vollgold, Tochter eines Landgerichtsrates, genannt auch „Frau Douglas“)

1906 Daueraufenthalt im Strandhotel Travemünde gemeinsam mit Irma und deren Tochter Marita aus erster Ehe, die er später adoptierte

1908 Erwerb Wohnhaus Kaiserallee 47, Travemünde
(Wohnsitz mit Atelier)
(Dieses schöne Haus existiert seit den 1960er Jahren nicht mehr.)

1909 Besuch von Lovis Corinth bei Hübner in Travemünde
(siehe Portraits von Ulrich und Irma durch Lovis Corinth)

„Hübner war in Travemünde nicht der einzige Maler, aber sicherlich derjenige, der sich am intensivsten mit den vielfältigsten Aspekten des Ortes auseinandergesetzt hat und ihn neben Berlin zur künstlerischen Heimat wählte. Von daher besitzt er den Ruhm zu Recht, Travemünde für die Malerei entdeckt zu haben.“ (Andreas Blühm im Katalog der Ausstellung „Ulrich Hübner“ Lübeck 1988)

1911 Hochzeit mit Irma Lachlan
1911 Adoption Marita Lachlan, Tochter von Irma aus 1. Ehe

1912 Eintritt in die „Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit“ in Lübeck 

1913 Einzug in die Fritz-Reuter-Straße 9, Lübeck

1914 Übersiedlung nach Neubabelsberg b. Potsdam wegen des Rufs als Professor an die Königliche Akademie der Künste, Berlin
Hübner bevorzugte ein Leben in der Natur ausserhalb der Stadt. Mutmaßlich mietete er auf die Schnelle zunächst eine Wohnung im Landhaus Wilberg (Kaiserstraße 35, heute Karl Marx Str. 35). Da das Haus keinen direkten Wasserzugang hatte, erwarb er ein Bootshaus unterhalb am Griebnitzsee, wo er sich oft aufhielt.

1914 Königliche Akademie der Künste, Berlin
Berufung zum Professor des Meisterateliers für Landschaftsmalerei (in der Nachfolge von Albert Hertel) 

1914 – 1929 Beibehaltung, aber Vermietung des Hauses in Travemünde. Weiterhin dort regelmäßige Sommeraufenthalte

1919 Gründungsmitglied der Vereinigung Lübecker Bildender Künstler

um 1920 Erwerb des Hauses Luisenstraße 16 (Ring- / Luisenstraße 16 / ab 1933 Ludwig Trost Straße / heute Virchowstraße 45) in Neubabelsberg mit direktem Zugang zum Griebnitzsee.

1929 Veräußerung des Hauses Kaiserallee 47 in Travemünde wegen der allg. schlechten Lage in der Weltwirtschaftskrise / aber auch einer langanhaltenden Erkrankung Irmas)

29. April 1932 Tod durch Schlaganfall
03. Mai 1932 Beerdigung auf dem Friedhof Klein Glienicke
(u.a. Ansprache des Präsidenten Max Liebermann bei der Beisetzung von Professor Ulrich Hübner am 3. Mai 1932 in der Kapelle in Klein Glienicke, verlesen von Prof. Philipp Franck.) Archiv der Akademie der Künste zu Berlin, Nr. PrAdK 0745.
Die Grabstelle hat sich nicht erhalten.

[Anm: Ulrich Hübners Haus in Neubabelsberg wurde noch bis zum 4. Juni 1945 von Familie Hübner bewohnt, bis diese es binnen 30 Minuten für die Teilnehmer der Potsdamer Konferenz räumen musste. Das Versprechen der Rückkehr wurde nicht eingehalten. Das Haus wurde incl. Einrichtung beschlagnahmt und anschließend von sowjetischem Militär genutzt. Dabei ging Hübners Nachlaß ebenso wie die von ihm gesammelten Werke der Kollegen verloren.]


INFO:

Bezug: Familie

Vorhandene Archivalien:

  • Autographe Briefe
  • Dokumente
  • Schriften
  • Fotos
  • Gemälde, Arbeiten

Mehr Informationen zu in der SAMMLUNG HÜBNER befindlichen Originalunterlagen folgen.

Hier übergangsweise zunächst der Link zu seinem Eintrag bei WIKIPEDIA.
In Kürze mehr zu Ulrich Hübner an dieser Stelle.


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